Die Geschichte des Turnvereins Mögglingen im Zeitraffer

100 Jahre TVM-Geschichte - eine lange Zeit, in der es viel Aufregendes und Interessantes zu entdecken gibt.

Im napoleonisch besetzten Deutschland Anfang des 19. Jahrhunderts entstanden erste Turnvereine unter der geistigen Vaterschaft von Turnvater Friedrich Ludwig Jahn. Auch in Württemberg entstanden bald darauf erste Turnvereine. Allerdings sollten noch fast 100 Jahre vergehen, ehe in Mögglingen das Turnen Einzug hielt.
Genau 100 Jahre ist es her,als im Jahr 1907 in Mögglingen der Turnverein gegründet wurde. Franz Schmid, Patriz Brenner, Josefine Grieser, Johann Kiemel und Eduard Mantel stehen für den Anfang des Turnvereins. Als genaues „Geburtsdatum" nennt die Mögglinger Chronik den 17.8.1907. Die Jugendarbeit war schon immer Grundelement des Vereins. Theaterspiel und Wandern gehörten ebenfalls zu den Aktivitäten, die seit der Gründungszeit eine große Rolle spielen.

1908 wurde die erste Turnhalle in Mögglingen erbaut. Es handelte sich um eine Holzturnhalle, die hinter der Gaststätte „Gartenlaube" stand. Die gymnastischen Übungen wurden auf dem gemeindeeigenen Grundstück in der „Gänshirt" abgehalten.

1913 hatte der TVM bereits 110 Mitglieder und im selben Jahr wurde auch die erste Vereinsfahne geweiht. Sie war für damalige Verhältnisse teuer, kostete sie doch 500 Mark. Während des Ersten Weltkrieges ruhte die Vereinsarbeit jedoch weitgehend. Doch schon ab 1919 nahmen Turner des TVM wieder erfolgreich an Wettkämpfen teil.

1923 fand das erste Gauturnfest in Mögglingen statt. Für den jungen TVM war dies ein großartiges Ereignis. Auf dem Festplatz im Brühl waren etwa 1200 Wettkämpfer angetreten. Die Inflation traf auch den TVM - die stetige Geldentwertung machte dem Verein schwer zu schaffen: „Öfters musste der Kassier in seinen eigenen Geldbeutel greifen, um Ausgaben für den Verein begleichen zu können", heißt es in einem Protokoll aus dieser Zeit.

1923 hatte die Vereinsleitung den Wunsch, eine neue Halle zu erbauen.


1924 wurde ein Turnhallenbaufonds geschaffen, um die Finanzierung zu gewährleisten. Jedes Mitglied sollte in der Woche 60 Pfg. für den TVM auf die Seite legen. Man erhoffte sich dadurch ca. 23 Mark pro Mitglied bis zum 1. März 1925. Auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung im Jahr

1924 wurde festgelegt, wo die Turnhalle stehen sollte. Zur Wahl standen vier Plätze. Eine eigens gebildete Kommission entschied sich schließlich für den Platz am damals neuen Schulhaus.

1925 war es schließlich soweit, mit dem Bau der Halle konnte begonnen werden. Zahlreiche Mitglieder halfen bei der Verwirklichung des Vereinstraums. Am 1.12.1925 fand schließlich die erste Ausschusssitzung in der neuen Halle statt.

1926 konnte die lang ersehnte neue Turnhalle eingeweiht werden. Am 8. und 9. Mai 1926 fanden die Einweihungsfeierlichkeiten statt. Der Bau hatte dem Verein auch finanziell einiges abverlangt. Die Baukosten betrugen trotz hoher Eigenleistungen 29.000 Mark, der Verein hatte im Jahr 1923 23.000 Mark Schulden. An Stelle der Bausorgen sind also Finanzsorgen getreten. Dazu kamen die schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen in der Zeit der Weltwirtschaftskrise. Gegen 1929 war der Verein fast pleite. Nur der „Gut-Heil-Gesellschaft" unter der Treuhänderschaft des Mitgliedes Josef Breitmeier ist zu verdanken, dass der Verein diese Krisenzeit bis 1932 bewältigen konnte. 21 Privatpersonen verpflichteten sich, dem Verein jeweils ein Darlehen zwischen 100.—und 1.000.—Mark zu gewähren und haben damit den Zwangsverkauf der neuen Halle verhindert.
Trotz der Anstrengungen für den Bau blieben die Vereinsaktivitäten nicht zurück. Bei Wettkämpfen im Gau, Kreis und den Nachbargemeinden war der TVM rege vertreten. Auch Theaterdarbietungen gab es zu dieser Zeit.

1926 berichtet das Protokollbuch des Vereins von einer Spiel- und Sportbewegung. Damals wurde sogar die Gründung einer eigenen Fußballabteilung erwogen, was allerdings nicht weiter verfolgt wurde, denn 1920 war der Fußballverein FC Stern in Mögglingen gegründet worden. In diesem Jahr liegen die Anfänge der Handballabteilung, denn das Protokollbuch berichtet über die Anschaffung eines Handballs. 1927 wurde schließlich von Bernhard Elser eine Spielwiese gemietet und ein Jahr später wurde die Abteilung gegründet.

1927 feierte der Verein sein 20-jähriges Bestehen unter dem Leitspruch „Frisch, Fromm, Fröhlich, Frei".

1928 fand das Deutsche Turnfest in Köln statt und auch hier waren Turner des TVM vertreten. Die aus 13 Mann bestehende Riege unter Turnwart Franz Schmid errang den sog. Deutschen Kranz und belegte einen ersten Platz. Unter großem Jubel wurden die Teilnehmer nach ihrer Rückkehr vom Bahnhof zur Turnhalle begleitet.

Im Winter 1930/31 versuchte sich eine Skiabteilung auf den Hängen in der näheren Umgebung, außerdem wurde das Turnen durch verschiedene Geräte und Techniken deutlich erweitert: Sprünge, Speerwurf, Diskuswurf sowie Kugel- und Steinstoßen wurden in den Übungsrahmen des Vereins mit aufgenommen. Damit sind die Anfänge einer Leichtathletikabteilung zu finden. 1930 war das Ansehen im Dorf hoch und das Verhältnis zu den anderen Mögglinger Vereinen war vom gegenseitigen Vertrauen und Verstehen geprägt. Auch andere Vereine nutzten die TVM-Halle mit. 1932 wurde am 4. und 5. Juni eine Vereinsgründungsjubiläumsfeier abgehalten. Es fand ein Festakt in der Halle statt sowie ein Festspiel, das die Höhen und Tiefen der vergangenen 25 Jahre umriss. Zu diesem Jubiläum wurde keine Festschrift herausgegeben, sondern 1000 Postkarten mit der Darstellung der Turnhalle gedruckt.

Ab dem Jahr 1933 war auch der TVM von der politischen Entwicklung des Nationalsozialismus betroffen. Die Turngaue wurden aufgelöst und neu geordnet. Die weitere Entwicklung des Vereinslebens und des Turnbetriebs wurden wesentlich gehemmt.

1934 wurde die Deutsche Turnerschaft ausgeschaltet, Gauturnfeste gab es nicht mehr, stattdessen traten kreisoffene Wettbewerbe an ihre Stelle. Trotz aller Einschränkungen gab es zu dieser Zeit Aktivitäten des Vereins, so traten Turner des TVM 1933 auf dem Deutschen Turnfest in Stuttgart an.

1934 wurde eine Turnerinnenabteilung gegründet, die damals 25 Frauen zählte. Ab 1935 wirkten die Turnerinnen aktiv an den Veranstaltungen des Vereins mit.

1937 wurde das 30-jährige Jubiläum nur im kleinen Rahmen in der Turnhalle gefeiert.

1939-1945
Während des Zweiten Weltkrieges lag der Verein brach. Bereits 1939 wurde die Halle für die Lagerung von Getreide beschlagnahmt, zudem waren viele Mitglieder als Soldaten im Krieg.
Wiederbeginn

1945 hatte die Turnhalle große Schäden, insbesondere am Boden, so dass eine Freigabe für die Öffentlichkeit nicht möglich war. Der Krieg hatte zudem tiefe Lücken in die Reihen der Mitglieder geschlagen. Am 30. November 1945 begrüßte Franz Schmid, Vorstand des TVM aus der Zeit vor dem 2. Weltkrieg, 25 Mitglieder zu einer außerordentlichen Versammlung im Gasthof Reichsadler. Die Vereinstätigkeiten sollten wieder aufgenommen werden. Zuerst musste die Turnhalle wieder funktionsfähig gemacht werden. Bereits zur Weihnachtsfeier in diesem Jahr konnte die Halle wieder genutzt werden. Der TVM konnte wieder ein volles Haus begrüßen. Auch der Fußballverein trainierte einmal in der Woche in der Halle. Zunehmender Turnstundenbesuch ließ erkennen, dass der turnerische und sportliche Geist im TVM wieder zum Leben erwachte.

1947 wurde der Turnverein 40 Jahre alt. Mit etwas Verspätung wurde das Jubiläum am 19. März 1948 gefeiert.

1948 fand das erste Gauturnfest des neu erstandenen Turngaues Rems am 24.und 25. Juli statt. Zum zweiten Mal fand das Gauturnfest in Mögglingen statt und wurde mit einem Festbankett feierlich eröffnet. Das Wettkampfgelände war in der Lauter und in Dodell´s Garten sowie auf dem Übungsplatz hinter der Sporthalle. Etwa 500 Sportlerinnen und Sportler nahmen an den Wettkämpfen teil.
Auch über eine Zusammenlegung des TVM mit dem FC Stern diskutierten die Vereine im Jahr 1948, allerdings konnte keine Einigung erzielt werden.

1951 fand das erste Gaukinderturntreffen im Turngau Rems in Mögglingen statt. Das Fest begann am Vorabend mit einem Familienabend und am 19. August traten schließlich 400 Kinder aus 12 Kreisvereinen um die Siegerehren an. Ein Festzug mit anschließenden Spielen und Gymnastikdarbietungen rundeten das Festprogramm ab.

1952 fand das Landesturnfest in Schwenningen statt, bei welchem die Frauen- und die Männerriege des TVM jeweils den ersten Platz mit nach Hause nehmen konnten.

1953 waren Turnerinnen und Turner auf dem Deutschen Turnfest in Hamburg zugegen.

1955 traten zahlreiche Mitglieder beim Landesturnfest in Ulm an.

1956 kamen am 1. und 2. Juni etwa 600 Kinder zum Kindertreffen des oberen Remsgaus nach Mögglingen. Neben einem Festabend und den Wettkämpfen fand ein Festzug statt.

Eine Turnhalle als Kirche
In den Jahren 1956 und 57 wurde die Turnhalle von der katholischen Kirchengemeinde als Gottesdienstraum genutzt, denn in dieser Zeit entstand die jetzige Pfarrkirche St. Peter und Paulus anstelle des abgerissenen alten Kirchenbaus.
Ein halbes Jahrhundert TVM wurde vom 27. bis 29.7.1957 gefeiert. In diesem Jubiläumsjahr zählte der Verein ca. 300 Mitglieder (ohne Kinder und Schüler).Mit einem umfangreichen Programm beging der TVM dieses Jubiläum. Am 27.7. fand ein Jubiläumsabend in der Turnhalle statt, der vom Liederkranz und dem Musikverein Mögglingen umrahmt wurde. Nach dem Begrüßungsakt durch den 1. Vorstand Eugen Schurr, der das anwesende Gründungsmitglied und langjährigen Turnwart und Vorstand des Vereins, Franz Schmid stellvertretend für die große Schar treuer Mitarbeiter hervorhob, hielt Josef Breitmeier die Festrede. Für die turnerische Gestaltung des Festabends sorgten die Abteilungen des TVM mit gekonnten Darbietungen. Dem Weckruf des Musikvereins am zweiten Festtag folgte ein Festgottesdienst mit anschließender Totenehrung und einem Festzug zur Turnhalle mit abschließendem turnerischen Programm. Der dritte Tag, ein Montag bildete mit Sport und Spiel bei einem Kinderfest den Abschluss der Festtage.

1958 fand das Deutsche Turnfest in München statt und war von den Turnerinnen und Turnern des TVM sehr gut besucht. Elf Einzelsieger und zwei siegreiche Vereinsriegen wurden in Mögglingen am Bahnhof empfangen. Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte ist es damals einer Turnerin des TVM , Renate Schillinger, gelungen, auf einem Deutschen Turnfest einen Lorbeerkranz zu erringen. Im selben Jahr fand das Landesturnfest in Heilbronn statt, auch hier kehrten TVM - Mitglieder siegreich zurück.

1961 fand die III. Gymnastrada in Stuttgart statt, bei der 10.000 Sportlerinnen und Sportler aus 30 Nationen teilnahmen. Auch drei Mögglinger Turnerinnen waren mit von der Partie: Renate Schillinger, Anita Schönherr und Martina Schmid.

1962 fand zum dritten Mal in der Vereinsgeschichte ein Gauturnfest in Mögglingen statt und zum ersten Mal wurde hierzu ein Festzelt auf dem Sportgelände im Brühl aufgestellt. 47 Vereine kamen damals nach Mögglingen, um gegeneinander im Wettkampf anzutreten. Im gleichen Jahr fand das Landesturnfest in Göppingen statt.

1963 führte der Verein zum ersten Mal die Kreis-Waldlaufmeisterschaften durch. Unter der Organisation von Kurt Leberfinger konnten 50 Läufer auf die Strecke geschickt werden. Im selben Jahr fand das Deutsche Turnfest in Essen statt.

1963 wurde die Skiabteilung gegründet, nachdem die ersten Bemühungen in den 1930er Jahren nach kurzer Aktivität wieder zum Erliegen gekommen waren.

1964 richtete der TVM die Bezirks-Waldlaufmeisterschaften im Bücherthölzle aus und im selben Jahr fand auch das Gaukindertreffen im Juni in Mögglingen statt mit 600 Kindern aus 12 Vereinen. Im selben Jahr nahm ein TVM-Sportler, Wolfgang Sorg, an den Aussscheidungswettkämpfen in Berlin für die Teilnahme an der Olympiade in Tokio teil. Wolfgang Sorg war in diesem Jahr Deutscher und Württembergischer Jugendmeister. Württembergischer Meister im Geräteturnen wurde Gregor Haag.

Seit 1964 wird im TVM auch Tischtennis gespielt.

1964-1966 wurde die Turnhalle erweitert und umfassend modernisiert. Auf der Südseite wurde ein Anbau erstellt mit Geräteräumen, Umkleideraum und Toiletten, Heizraum mit Öllager sowie einem neuen Halleneingang. Neben einer Innenrenovierung wurde auch die Bühne umgestaltet, so dass am 11. Juni die Halle mit einem Festakt wieder eröffnet werden konnte

1965 und 1968 richtete der TV erneut die Kreis- bzw. Bezirksmeisterschaften im Waldlauf aus. Berittene Kuriere des Reitervereins Mögglingen bildeten wie schon bei früheren Veranstaltungen die Verbindung zwischen Wettkampfstätte und dem Wettkampfbüro in der Turnhalle.

1968 fand das Deutsche Turnfest in Berlin statt. Zu diesem Fest reisten erstmals 20 Mitglieder des TVM mit dem Flugzeug an.
Vom 15.7. bis 20.7. fand zum ersten Mal eine Sportwoche statt. Diese neue Form der Öffentlichkeitsarbeit beinhaltete eine Dorfolympiade, bei der elf auswärtige Vereine mitwirkten.

1971 wurde mit dem Bau einer Skihütte in Lauterburg begonnen. Im selben Jahr wurde am 4.7. die Tennisabteilung gegründet.

1971/72 verhandelten der TVM und der FC Stern wieder einmal über eine Zusammenlegung der Vereine. Bei einem Fusionsgespräch entwickelte man bereits erste Ideen über die theoretische Zusammensetzung der Vereinsleitung und die Gliederung der Abteilungen, allerdings konnte keine Einigung erzielt werden und alles blieb beim Alten.

1972 fand in Mögglingen zum vierten Mal das Gauturnfest statt. Erstmalig wurde das Fest auf dem Sportgelände in der Heubacher Straße ausgetragen.

1973 besuchten 20 TVM-Sportler das Deutsche Turnfest in Stuttgart.

1975 Volksleichtathletiktag in Mögglingen am 24.8. Diese Veranstaltung gliederte sich in zwei Teile. Im Leistungssport fanden Wettkämpfe statt, zum anderen gab es ein großes Angebot im Jedermannsport unter dem Motto „Trimm dich fit".

1977 gab es zum 70-jährigen Jubiläum des TVM einen großen Sporttag mit Kinderfest in Mögglingen.

1978 fand das Deutsche Turnfest in Hannover statt und alle 15 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des TVM kehrten mit einem Siegerkranz zurück. Im selben Jahr fand zum ersten Mal das Mögglinger Straßenfest statt, ausgerichtet vom TVM . Dieses Fest wurde von der Vereinsführung initiiert, um neue Einnahmequellen zu schaffen.. Auf dem Marktplatz versammelte sich Mögglingen zu einem geselligen Programm. Zudem fand ein Ortslauf statt. Das Fest wurde ein voller Erfolg und deshalb entschloss man sich, es zur Dauereinrichtung zu machen. Seither findet das Fest, mittlerweile in abgewandelter Form, alljährlich statt.
Außerdem wurde in diesem Jahr die Handballabteilung 50 Jahre alt, was feierlich begangen wurde.

Seit 1978 spielt man auch Badminton und Volleyball im TVM.

1980 fand im Juni eine Dorfolympiade statt, die als Ersatzolympiade für den Olympiaboykott in Moskau gedacht war. Etwa 100 Teilnehmer jeden Alters waren am Start. Im gleichen Jahr war das Landesturnfest in Waiblingen. Zudem fand eine Feriensportwoche statt, welche als „Ferienprogramm" für die Mögglinger Kinder gedacht war und regen Zuspruch fand. So gab es Radtouren, Orientierungsläufe, einen Malwettbewerb, ein Teefest usw.
Vier Tennisplätze und ein Vereinsheim konnten 1980 eingeweiht werden – die stolze Bilanz der Tennisabteilung nach nur 9 Jahren. Bereits 1975 waren zwei Tennisplätze geschaffen worden. Außerdem wurde in diesem Jahr das Theaterspiel des TVM neu belebt. Nachdem bereits 1914 bis 1957 Theateraufführungen stattgefunden hatten, war dies zum Erliegen gekommen. Die Skiabteilung belebte diese Tradition wieder neu und konnte sich bei zwei Aufführungen über eine volle Halle freuen.

1980 im August gab es das seltene Fest einer Fahnenweihe. Die alte Fahne aus dem Jahr 1913 war verschlissen und konnte für offizielle Anlässe nicht mehr verwendet werden. Ein Grund dafür war: Die Franzosen hatten während des Zweiten Weltkrieges die TV-Halle belagert und die Fahnenstange dabei als Brennholz verwendet.

1981 konnte die Tennisabteilung auf ihr zehnjähriges Bestehen zurückblicken. Gefeiert wurde in der Mackilohalle.

1982 feierte der TV Mögglingen sein 75jähriges Jubiläum in einem Festzelt bei der Mackilohalle. Höhepunkt des Festabends war der Auftritt des Weltmeisters am Reck, Eberhard Ginger. Für einen weiteren Glanzpunkt sorgte die Mögglinger Artistengruppe „Die Fiatellos".

1983 schaffte der Mögglinger Handballer Hans-Friedrich Salm über die SG Bettringen den Sprung in den Bundesligakader von Frisch Auf Göppingen.

1985 richtete der Turnverein Mögglingen das erste Gau-Frauentreffen des Turngaus Ostwürttemberg aus. Die Gymnastik spielte dabei eine dominierende Rolle. Der TV Mögglingen passte das sportliche Angebot für Frauen der steigenden Nachfrage an. Ein ausgeprägtes Figurbewusstsein war schon damals voll im Trend.

1985 begann Carl-Uwe „Charly" Steeb seine Profikarriere als Tennisspieler. Unvergessen das packende Finale im Jahr 1988 um den Davis-Cup gegen den damaligen Weltranglistenersten aus Schweden, Mats Wilander.

1986 wurde die neue Skihütte in Lauterburg eingeweiht. Rund 4500 freiwillige Arbeitsstunden wurden dabei von den Mitgliedern geleistet.

1986 wurde der TV Mögglingen als 188. ordentliches Mitglied in den Baden-Württembergischen Badminton-Verband aufgenommen.

1986 gelang den Tennisdamen der längst überfällige Aufstieg in die Bezirksklasse 1.

1987 turnten nach langer Pause Renate Dittrich, Inge Kuhn und Inge Opferkuch beim Deutschen Turnfest in Berlin wieder einen Gymnastikwettkampf. Die Mögglinger Damen traten sogar im Schöneberger Rathaus auf. Den Abschluss der Großveranstaltung im Olympiastadion gestalteten sie zusammen mit 500 Frauen. In Berlin damals ebenfalls mit dabei: die Mögglinger Nachwuchsturnerinnen Margret Funk und Sabina Hudelmaier.

1988 im November konnte das Fitnessstudio in der TV-Halle in Betrieb genommen werden. Ein 15-köpfiges Team aus den eigenen Reihen hatte dies ermöglicht.

1988 war für die TVM-Leichtathleten ein sehr erfolgreiches Jahr. Insgesamt 19 württembergische Meistertitel in Einzel- und Mannschaftsdisziplinen holten sich die Mögglinger Sportlerinnen und Sportler.

1989/1990 hatte die Badminton-Spielgemeinschaft Aalen-Mögglingen ihre größten Erfolge: Die 1. Mannschaft wurde ohne Punktverlust Meister der Kreisklasse A, schaffte ein Jahr später den Durchmarsch über die Bezirksliga in die Landesliga und verpasste hier erst am letzten Spieltag in der Mackilohalle vor knapp 100 Zuschauern durch eine 3:5-Niederlage als Vizemeister nur knapp den erneuten Aufstieg.

1990 nahmen die Volleyball-Damen erstmals am aktiven Spielbetrieb teil. Sie spielten über viele Jahre immer im vorderen Drittel der Tabelle mit. 2002 löste sich die „alte" Damenmannschaft auf und die bis dahin in der Jugend spielende Mannschaft rückte nach.

1990 wurde das „Jedermann-Turnen" ins Leben gerufen. Fitness- und Ausdauertraining standen im Vordergrund. Abgerundet wurden diese Übungseinheiten durch die unterschiedlichsten Spiele wie Ringhockey, Handball, Basketball und Fußball.

1993 fiel in Sachen Gesundheitssport der Startschuss. Die zweimal jährlich erscheinende Broschüre „Sport-Spaß-Rosenstein" innerhalb der Verwaltungsgemeinschaft Rosenstein fasst heute die Fitness- und Gesundheitsangebote zusammen. Das darin enthaltene Kursprogramm ist darauf ausgelegt, gesundheitsorientierten Sport mit Spaß zu verbinden. Von anfangs 19 Sport-Spaß-Angeboten steigerte sich das Kursprogramm in der aktuellen Broschüre auf über 50 Angebote.

1993 wurde unter der Leitung von Andy Haag eine Akrobatik-Gruppe gegründet. Mehrstöckige, spektakuläre Pyramiden gehörten zum Repertoire.

1994 veranstaltete die Handballabteilung erstmals ihr „Ballspektakel", mit teilweise über 300 Sportlerinnen und Sportlern, die beim Hand-, Fuß-, Korb- und Basketball um Siege kämpfen.

1995 übernahm Inge Opferkuch die Seniorenabteilung der Frauen und im gleichen Jahr entstand aus der Gerhard Bernlöhrs Seniorenturnen für Männer die Gruppe Fitness für Männer mit Uli Schwarz und Sepp Tuschl als Übungsleiter. Ebenfalls gründete Margret Funk zwei neue Übungsstunden: Aerobic und Problemzonengymnastik.

1995 schwappte die Aerobic-Welle über den großen Teich und auch auf den Turnverein Mögglingen über. Fetzige Rhythmen dröhnten von da an auch im Gymnastikbereich durch die TV-Halle. Stretching, Bodystyling, Bodytoning, Walking oder Jogging waren plötzlich angesagt. Eine Übungsstunde beginnt seitdem mit dem „Warm-up" und endet mit einem „Cool-down".

1996 richtete die Tischtennis-Abteilung des TV Mögglingen erstmals die Ostalbkreismeisterschaften in der Mackilohalle aus. Seither findet diese Großveranstaltung mit über 300 Teilnehmern alle zwei Jahre in Mögglingen statt.

1997 schafften die Mögglinger Tennisdamen den Aufstieg in die Verbandsklasse.

1997 gelang es Irmgard Sehner zum ersten Mal, eine Tagesfreizeit für Grundschulkinder in der Skihütte in Lauterburg anzubieten. Dort wird seither jährlich gesungen, gespielt und gebastelt. Die Tagesfreizeit ist heute fester Bestandteil des Mögglinger Ferienprogramms. Ein Dauerbrenner sind nach wie vor die Jugendlager des TV Mögglingen, ebenfalls in den Sommerferien.

1997 wurde das Innere die TV-Halle grundlegend renoviert: Die Decken- und Wandverkleidung sowie der Bodenbelag wurden erneuert.

1999 löst das 1. Mögglinger „Braggafeschd" das seit 1978 durchgeführte Mögglinger Straßenfest ab. Neben einem reichhaltigen Essensangebot waren ein Kinderkino im sanierten alten Schulhaus, ein Kinderflohmarkt sowie ein Inliner-Wettbewerb weitere Attraktionen.

2000 wurde die TVM-Geschäftstelle erweitert. Für den Durchbruch in den dahinter liegenden ehemaligen Heizungsraum mussten schwere Bohrhämmer eingesetzt werden.

2001 feierte die Tennisabteilung ihr 30jähriges Jubiläum. Dabei erhielten Klaus-Peter Gantschir, Walter Hirner und Steffi Schotzko „für ihren unermüdlichen Einsatz in der Tennisabteilung" den Ehrenbrief des Württembergischen Tennisbundes überreicht.

2002 wurde in der Sparte Gesundheitssport „Spinning", das Fahren auf Standrädern in der Gruppe zu fetziger Musik, eingeführt. Fünf Übungsleiter aus den eigenen Reihen bringen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch verschiedenste Fahrtechniken in den Herbst- und Wintermonaten regelmäßig ins Schwitzen.

2003 wurde die Trendsportart „Nordic Walking", das flotte Gehen mit Spezialstöcken in der freien Natur, ins Programm aufgenommen. Wie „Spinning" ist auch „Nordic Walking" dem Bereich Gesundheitssport zuzuordnen. Beim Lauftreff der Skiabteilung, jeweils montags in Lauterburg, sind manchmal bis zu 50 Nordic Walker dabei, die, untergliedert in verschiedenen Leistungsgruppen, ihre Fitness auf Vordermann bringen.

2003 ersetzte das „Sport-Spaß-Spätzle-Fest" rund um die Mackilohalle das „Braggafeschd" rund um den Marktplatz. Der Grund: Es wurde immer schwieriger, große Straßenfeste zu organisieren und hierfür genügend Mitarbeiter zu finden. Deshalb wurde das Sport-Spaß-Spätzle-Fest erdacht, bei dem alle acht Abteilungen des TVM sich beteiligen und die Gelegenheit nutzen, sich und ihre Sportart einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen. Mit vielerlei Braten- und Spätzle-Variationen wird auch kulinarisch einiges geboten.

2004 wurden erstmals die Beachmeisterschaften des WTB (Württembergischer Tennisbund) auf der Anlage bei der Mackilohalle ausgetragen. Dieses Turnier hat inzwischen einen festen Platz im Terminkalender der Tennisabteilung.

2005 erfolgte der An- und Umbau des Sanitär- und Umkleidetrakts der TV Halle.

2006 wirkte der Turnverein Mögglingen an der von der Gemeinde initiierten Aktion „Kinder in Bewegung" mit. Dieses Projekt zielte darauf ab, Kindern klarzumachen, wie wichtig sportliche Betätigung ist.

2007 wurde das vereinseigene Fitness-Studio umgewandelt in ein „Studio für Pilates, Fitness und mehr". Das TVM „Impuls", so der neue Name des Studios, war geboren. Mit der neuen Konzeption soll eine neue Zielgruppe von Studiobesuchern angesprochen werden – fitnessbegeisterte, gesundheitssportorientierte, aber auch gesundheitlich vorbelastete Frauen und Männer jeden Alters. Diese können nun aus einem umfangreichen und vielseitigen Kursangebot IHR spezielles Training auswählen.